Gustav Ferdinand Haage (1830 - 1921)

Gustav Ferdinand Haage hat einen sehr schweren Start, als er das Unternehmen vom Vater übernahm. Zum einen musste er seinen Brüdern ihren Erbteil auszahlen, was das Unternehmen schon über die Maßen belastete. Hinzu kamen die Erschwernisse, welche die Aufbruchstimmung in der Gründerzeit mit sich brachte: Die Industrialisierung brach auch über Erfurt herein. 1870 ist das Haagesche Betriebsgelände dem Eisenbahnbau im Wege; er muss in das Umland der Festung Petersberg ausweichen. Dort wiederum, vor den Toren der Stadt, unterlag er - wie das gesamte Umfeld der Festung - den sogenannten Rayonbeschränkungen.

Jede bauliche Veränderung war streng reglementiert, das galt selbst für Erdaufschüttungen.

Der "Ofenkrieg" - Kakteen vor der Festungsmauer

Sogar das Aufstellen von Öfen - die zur Beheizung der Gewächshäuser unabdingbar waren - wurde Gegenstand eines umständlichen Genehmigungsverfahrens. Die Festungsverwaltung wollte im Umfeld alles verhindern, was einem eventuellen Feind im Angriffsfall Vorteile verschafft hätte. Dazu gehörten auch Öfen. Die Korrespondenz aus diesem ohne Waffen geführten "Ofenkrieg" mit der Festungsverwaltung befindet sich noch heute in unserem Archiv.

An gute Geschäfte war in dieser Zeit nicht zu denken. Gustav Ferdinand gibt auf und übergibt den Betrieb im Jahre 1888 an seinen Sohn Ferdinand Friedrich Adolf Haage.

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